3 Ideen, wie du die Kombi „Arbeit und Wehr“ gut hinbekommst!
Die Arbeit ruft. Sag ihr, ich ruf zurück! Oder: Du arbeitest um zu leben. Kluge und lustige Sprüche, die einem besonders am Montagmorgen gehörig auf den Senkel geht, oder? Der Sonntagabend hat so ein spezielles Feeling. Immer noch gechillt vom Wochenende, macht sich ab dem Nachmittag so ein Gefühl breit, von wegen: da war doch was. Montag früh war doch was. Wir versuchen mit aller Macht den Gedanken zu verdrängen. Doch das Unterbewusstsein ist stärker. Montag früh naht und damit die Arbeit. Diese zwei Tage, auf die ich mich so gefreut habe, schon wieder rum.
Ja wir müssen alle existieren, deswegen ist der Job, ob Angestellter oder Selbständiger, im wahrsten Sinne des Wortes existenziell. Manchmal ist Arbeit nur Mittel zum Zweck. Aber, Arbeit bedeutet für uns weit mehr als Broterwerb. Zu arbeiten gibt einen Sinn, definiert unseren Platz in der Gesellschaft und auch uns als Person, strukturiert unser Leben und stärkt das eigene Selbstwertgefühl. Wenn wir etwas geleistet haben, fühlen wir uns, trotz der Anstrengung wohl. Im besten Fall sprechen wir dann nicht mehr von Arbeit, sondern von Berufung.
Im Widerspruch dazu steht dann aber der Feuerwehrdienst. Einfach mal wärend der Arbeit weg und das öfter? Einsatz und dann vielleicht auch noch Ausbildung? Ich war früher im Sozialamt beschäftigt, also öffentlicher Dienst. “Die müssen ja als erstes freistellen, oder?” Ja klar. Aber selbst im ÖD wird gearbeitet, man mag es nicht glauben. Und die Kollegen/innen waren von meiner Tätigkeit bei der FF überhaupt nicht begeistert. Vor allem als ich dann Stadtbrandinspektor wurde. Damals wie heute eigentlich ein zweiter Fulltime-Job. Der Ärger war vorprogrammiert.
Eigentlich sind Mitarbeiter wegen der freiwilligen Feuerwehr bezahlt freizustellen. Das ist in den Brandschutzgesetzen der Bundesländer geregelt, denn Brandschutz ist Ländersache. Die Landesgesetze sehen also vor, dass Feuerwehrleute sowohl für Ausbildungsveranstaltungen als auch für Einsätze bezahlt freigestellt werden müssen. Arbeitgeber können sich auf Antrag die Kosten, die durch den Ausfall entstehen, nach Maßgabe diverser Landesgesetze erstatten lassen. Dieses Argument hört man immer wieder von Feuerwehrleuten. Ist es ein gutes Argument? Ja und nein. Denn dem Kollegen, der Kollegin nutzt dieses Gesetz gar nichts, wenn du weg bist und sie deine Arbeit auffangen müssen. Was also hilft? 3 essenzielle Tipps:
- Transparenz, Offenheit vor allem der Führung, aber auch den Kollegen und natürlich auch der Feuerwehr gegenüber.
- Maß und Ziel, 3 Lehrgänge über 14 Tage + Einsätze in einem Jahr stehen nicht im Verhältnis
- Balance ist wichtig, nicht zerreißen. Du bist nicht der Mahlstein zwischen Arbeitgeber und Feuerwehr.
Üben kann man das im E-Learning fireproof360° von Brand Punkt, denn hier gehen wir intensiv auf die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatzdienst ein.
Hier geht es zu unserer Homepage, wo du dich über alles, was wir machen, informieren kannst:
www.brand-punkt.de
Unser nächster kostenfreier Live Talk zum Thema: KRISENSTAB: Müssen sich Feuerwehren langfristig umstellen? (Projekt Digitale Feuerwehr)
Mehr Infos:
Der Workshop KRISENSTAB: Wie sich Feuerwehren langfristig umstellen können (Projekt Digitale Feuerwehr)
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