Wenn PTBS zum Sammelbegriff wird
Der Begriff PTBS wird heute schnell benutzt. Nach schweren Einsätzen, nach Stress, nach belastenden Phasen. Gleichzeitig bleibt oft unklar, was damit fachlich eigentlich gemeint ist.
Stress ist nicht gleich Trauma
Nicht jeder, der schlecht schläft, innerlich unruhig ist oder gereizt reagiert, ist traumatisiert. Das Nervensystem reagiert zunächst gesund auf ungesunde Situationen. Belastung ist keine Krankheit.
Warum Einordnung schützt
Problematisch wird es, wenn normale Stressreaktionen vorschnell pathologisiert werden. Das erzeugt Verunsicherung, fördert Rückzug und schwächt Einsatzkräfte, statt sie zu stabilisieren.
Was wirklich entscheidend ist
Entscheidend ist, ob Rückführung, Verarbeitung und Stabilisierung stattfinden. Nicht das Etikett, sondern der Umgang mit Belastung bestimmt, ob sich Symptome verfestigen oder wieder abklingen.
Orientierung statt Diagnose
Diese Folge will einordnen, nicht diagnostizieren. Ernst nehmen, ohne zu dramatisieren. Klarheit schaffen, statt Angst zu erzeugen. Genau das brauchen Einsatzkräfte und Führungskräfte heute.

