#042: Meine 5 denkwürdigsten und skurrilsten Einsätze ever

Es waren tatsächlich ca. 10.000 Einsätze in meinem Leben. 40 Jahre war ich aktiv. Wir haben in meiner Stadt im Jahr zwischen 300 und 600 Einsätzen. Nehme ich an ich hätte an 250 Einsätzen teilgenommen, sind das so um die 10.000 Einsätze. Wahnsinn. Wenn ich so darüber nachdenke, was da alles gelaufen ist, fallen mir nicht nur die größten und schwersten Einsätze ein, sondern auch die skurrilsten. Man erlebt als Feuerwehrmitglied schon echt krasse Sachen. Hier meine Hitliste der 5 denkwürdigsten Einsätze.

Zwei Großbrände in Hofheim kurz hintereinander
1984 mit zwei Großbränden im Abstand von nur fünf Wochen. Zunächst war es im März das Möbelhaus Ikea in Wallau – 550 Feuerwehrleute aus der ganzen Region waren im Einsatz, auf umgerechnet 35 Millionen Euro wurde der Schaden geschätzt.
Am Karfreitag brannte dann die Holzhandlung Ramp + Mauer in der Reifenberger Straße. Das nächtliche Inferno bot stundenlang ein schauriges Bild. Einstürzende Balken, verglühte Kleintransporter und ein ausgebrannter Lastwagen-Anhänger eben ein richtiger Großbrand

Bad Soden ist ein See. Mein Vertreter Nick Kromer und ich standen an einem erhöhten Punkt von Bad Soden und blickten auf einen riesigen See, wo eigentlich gar keiner ist. Dass durch den See noch ein Fluss rauscht, den es auch nicht gibt, machte die Sache noch skurriler.

Unser Heimatmuseum ist eine Hofreite mit absolut historischem Bezug unter Denkmalschutz. Der Brand dieser Hofreite war der Höhepunkt einer Brandserie die einen Brandstifter zur Ursache hatte. Nach einiger Ermittlungsarbeit wurde der Täter gefasst und es war wieder Ruhe. Übrigens kein Feuerwehrmann.

Wenn eine kerzengerade zweispurige Bundesstraße als Teststrecke für schnelle Autos genutzt wird, kann das auch mal schief gehen. Ging es auch. Mit 300 km raste ein McLaren in die Leitplanke. Beide Testfahrer überlebten nicht. Die Brocken des Fahrzeuges und der Menschen waren über einen Kilometer verteilt.

Ein Kranwagenfahrer verletzt sich schwer und hat aber noch Glück im Unglück. Eine abschüssige Straße und nicht funktionierende Bremsen könnten die Ursache gewesen sein, warum sich 30 Tonnen in eine Hauswand bohrten. Ob der Fahrer dies bewusst so gesteuert hat ist nicht klar. Klar aber ist, wäre das Fahrzeug in die Innenstadt gerast und das Szenario, wenn ein unkontrolliertes, 30 Tonnen schweres Fahrzeug durch die Fußgängerzone rast, mag man sich nicht vorstellen.

Es gibt sicher noch hunderte von Einsätzen, die es verdient hätten, hier erwähnt zu werden, aber dafür reicht leider die Zeit nicht aus. Vielleicht in einem der nächsten Folgen…..

Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge.

Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina

www.brand-punkt.de

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