FORSCHUNG & EVALUATION
Wir verbinden die Realität von Feuerwehren und Einsatzorganisationen mit wissenschaftlicher Analyse und Evaluation. So entstehen belastbare Erkenntnisse darüber, was Menschen, Teams und Organisationen stärkt – und welche Maßnahmen in der Praxis tatsächlich wirken.
Wir nutzen Erkenntnisse und Rückmeldungen aus der Einsatzpraxis.
Wir verbinden Praxiserfahrung mit wissenschaftlicher Einordnung.
Wir prüfen, was Maßnahmen tatsächlich verändern.
Wir entwickeln neue Fragestellungen gemeinsam mit Forschung und Praxis.
WARUM FORSCHUNG & EVALUATION?
Menschen in Feuerwehren und Einsatzorganisationen verfügen über ein enormes Erfahrungswissen. Genau darin liegt für uns ein zentraler Ausgangspunkt: in realen Situationen, wiederkehrenden Beobachtungen und den Fragen, die aus der Praxis entstehen.
Gleichzeitig verändern sich Belastungen, Zusammenarbeit und die Anforderungen an Führung und Organisation. Wissenschaftliche Erkenntnisse, systematische Analyse und Evaluation helfen uns dabei, Erfahrungen einzuordnen, Zusammenhänge genauer zu verstehen und Entwicklungen gezielt weiterzuführen.
Deshalb verbinden wir die Erfahrungen aus unserer Arbeit mit Einsatz- und Führungskräften mit wissenschaftlichen Perspektiven und methodischer Auswertung.
So wollen wir besser verstehen, was Menschen und Organisationen handlungsfähig hält, wo Entwicklung sinnvoll ansetzen kann und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewähren.
PRAXIS ALS AUSGANGSPUNKT
Seit 2018 arbeiten wir mit Einsatz- und Führungskräften aus Feuerwehren und Einsatzorganisationen in ganz Deutschland. Aus dieser Arbeit entstehen immer wieder Fragestellungen, die über den einzelnen Auftrag hinausgehen und genauer betrachtet werden müssen.
Was hält Teams auch unter Druck handlungsfähig? Was stärkt Motivation, Bindung und Zusammenarbeit? Welche Kompetenzen helfen Menschen, mit steigender Belastung und Veränderung umzugehen? Und welche Rahmenbedingungen brauchen Organisationen, damit Entwicklung tatsächlich gelingt?
Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt unserer Forschungs- und Evaluationsarbeit. Denn wir wollen nicht nur beobachten, was in der Praxis passiert, sondern besser verstehen, warum es passiert und was daraus für wirksame Entwicklung folgt.
UNSERE FORSCHUNGSFELDER
Unsere Arbeit zeigt immer wieder, dass Handlungsfähigkeit nicht nur von Technik, Taktik oder Ausbildung abhängt. Entscheidend ist auch, wie Menschen führen, zusammenarbeiten, Belastung bewältigen und mit Veränderung umgehen.
Diese Themen wollen wir systematisch weiter untersuchen, evaluieren und gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern vertiefen.
Wie Führung, Rollenverständnis, Kommunikation und Zusammenarbeit unter komplexen Bedingungen wirksam gestaltet werden können.
Welche Faktoren Menschen langfristig stabil und handlungsfähig halten – und wie präventive Unterstützung wirksam gestaltet werden kann.
Was Zugehörigkeit, Engagement und Verbleib in Feuerwehren und Einsatzorganisationen beeinflusst.
Wie Organisationen mit neuen Anforderungen umgehen und Veränderung so gestalten können, dass sie im Alltag tatsächlich trägt.
Welche menschlichen und organisationalen Faktoren Entscheidungen, Zusammenarbeit und Handlungsfähigkeit in langandauernden oder unübersichtlichen Einsatzsituationen beeinflussen.
Welche Lern- und Entwicklungsformate tatsächlich etwas verändern und wie Wirkung über reine Wissensvermittlung hinaus sichtbar gemacht werden kann.
WISSENSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT
Unsere Arbeit basiert auf Erfahrungen aus der Einsatzpraxis. Zugleich beziehen wir wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in die Entwicklung unserer Ansätze, Inhalte und Maßnahmen ein.
Unsere Konzepte und Modelle entstehen dabei aus eigener fachlicher Expertise, langjähriger Praxiserfahrung und wissenschaftlich fundierten Ansätzen. Bei der Entwicklung einzelner Modelle und Methoden haben wir zusätzlich psychologische Fachexpertise einbezogen. Erkenntnisse aus Psychologie, Organisationsentwicklung und Einsatzpraxis fließen so unmittelbar in unsere Programme, Analysen und Entwicklungsansätze ein.
In den vergangenen Jahren sind darüber hinaus unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit und des Praxistransfers entstanden, von wissenschaftlicher Begleitung und Abschlussarbeiten bis hin zu studienbezogenen Praxisphasen und fachlichem Austausch.
Unter fachlicher Begleitung der Psychologin und damaligen wissenschaftlichen Mitarbeiterin Svenja Leinbach entstanden im Zusammenhang mit fireproof360° verschiedene wissenschaftliche Arbeiten und Evaluationsvorhaben. Im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten wurden unter anderem Teilnehmende des Programms befragt und Erfahrungen mit Inhalten und Anwendung ausgewertet. So konnten Erkenntnisse aus der Praxis systematisch erfasst und für die Weiterentwicklung unserer Arbeit genutzt werden.
Im fachlich-wissenschaftlichen Austausch mit Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski, Professorin im Bereich psychische Gesundheit und Psychotherapie, wurden psychologische und wissenschaftliche Perspektiven in die Weiterentwicklung unserer Arbeit einbezogen. Im Mittelpunkt stand die Verbindung von Praxiserfahrungen aus Feuerwehr und Einsatzwesen mit Erkenntnissen aus Psychologie und Forschung. So entstand ein wertvoller Transfer zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und konkreter Anwendung.
Im Rahmen eines Psychologiestudiums war Brand Punkt als studienbezogene Praxisstelle eingebunden. Dabei wurden wissenschaftliche Inhalte und psychologische Fragestellungen mit konkreten Erfahrungen aus unserer Arbeit mit Feuerwehren und Einsatzkräften verbunden. Die Praxisphase ermöglichte einen unmittelbaren Einblick in Analyse-, Entwicklungs- und Qualifizierungsprozesse und schuf so einen direkten Transfer zwischen akademischer Ausbildung und praktischer Organisationsarbeit.
EVALUATION & FORSCHUNG IM DIALOG
Unsere Programme, Modelle und Entwicklungsansätze sollen sich nicht nur fachlich begründen lassen, sondern sich auch in der Praxis bewähren. Rückmeldungen, Befragungen und Evaluationen helfen uns dabei, Erfahrungen systematisch einzuordnen, Entwicklungen sichtbar zu machen und unsere Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig suchen wir den fachlichen Dialog mit Hochschulen, Forschung und Institutionen des Bevölkerungsschutzes. Dort, wo Fragestellungen und Kompetenzen sinnvoll zusammenpassen, können wissenschaftliche Erkenntnisse, Praxiserfahrungen und neue Perspektiven miteinander verbunden werden.
Unser Ziel: Erkenntnisse nicht nur zu gewinnen, sondern sie für Feuerwehren und Einsatzorganisationen praktisch nutzbar zu machen.
AUSBLICK & ZUSAMMENARBEIT
Wir sind offen für ausgewählte Forschungs-, Evaluations- und Entwicklungsprojekte, wenn sie fachlich zu unseren Themen und zur Einsatzpraxis passen.
Besonders interessant sind für uns Vorhaben rund um Führung, Zusammenarbeit, Resilienz, Motivation, Veränderungsfähigkeit und Human Factors in Feuerwehren und Einsatzorganisationen.
Dabei geht es uns nicht um Forschung um ihrer selbst willen, sondern um Erkenntnisse, die praktisch nutzbar werden und unsere Arbeit sowie die Entwicklung von Einsatzorganisationen weiterbringen.
AUSTAUSCH ANFRAGEN
Wir freuen uns über den Austausch mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Institutionen, wenn sich daraus eine sinnvolle Zusammenarbeit entwickeln kann.
