Spezialisten für besondere Risiken
Werk- und Betriebsfeuerwehren schützen Industrieanlagen, Flughäfen, Chemieparks und andere Unternehmen mit besonderen Gefahrenlagen. Sie beherrschen den allgemeinen Grundschutz, verfügen aber zusätzlich über detaillierte Orts-, Stoff- und Anlagenkenntnisse. Im Gespräch erklärt Richard Kern, Vorsitzender des Werkfeuerwehrverbandes Bayern, worin sich Werk- und Betriebsfeuerwehren unterscheiden und warum kurze Reaktionszeiten sowie betriebsspezifische Technik entscheidend sind.
Zusammenarbeit statt Zuständigkeitsdenken
Bei Gefahrstofflagen, Großbränden, Hochwasser oder anderen komplexen Ereignissen reicht die Leistungsfähigkeit einzelner Organisationen schnell nicht mehr aus. Werkfeuerwehren unterstützen öffentliche Feuerwehren mit Fachberatung, Spezialgerät und Logistik. Die Einsatzleitung bleibt dabei grundsätzlich bei der zuständigen öffentlichen Feuerwehr. Entscheidend ist nicht die Frage, wem ein Einsatz gehört, sondern welche Fähigkeiten gemeinsam benötigt werden.
Innovation aus der betrieblichen Praxis
Der Verband treibt unter anderem zertifizierte Qualifikationen, Telefonreanimation und eine einheitlichere Ausbildung für Disponentinnen und Disponenten voran. Viele Lösungen entstehen aus konkreten betrieblichen Anforderungen und können auch über Bayern hinaus Wirkung entfalten.
Zukunft unter wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Druck
Fachkräftemangel, wirtschaftliche Veränderungen, neue Technologien und geopolitische Risiken verändern die Werkfeuerwehren. Die zentrale Botschaft der Folge: Werk-, Betriebs-, Berufs- und Freiwillige Feuerwehren werden künftig enger kooperieren müssen. Bevölkerungsschutz funktioniert nicht hinter getrennten Mauern.
Auch Werkfeuerwehren stehen heute vor immer komplexeren Herausforderungen. Im unverbindlichen strategischen Analysegespräch entwickelt Hermann Zengeler gemeinsam mit euch erste konkrete Lösungsansätze.

