"MEINE Feuerwehr ist mir lieb und teuer!" - Brand Punkt beim Fachtag in Brandenburg
Wie bleiben Feuerwehren leistungsfähig, wenn Anforderungen steigen, Verantwortung auf wenigen Schultern liegt und Haupt- und Ehrenamt miteinander funktionieren müssen? Beim Fachtag des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg am 10. September 2026 kamen genau diese Fragen auf den Tisch. Brand Punkt war mit Hermann Zengeler auf dem Podium und mit unserem Team vor Ort dabei
Unter dem Motto „Meine Feuerwehr ist mir lieb und teuer!“ hatte der Landesfeuerwehrverband Brandenburg e. V. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Führungskräfte der Feuerwehren sowie Verantwortliche aus Verwaltung und Verbänden nach Berlin eingeladen.
Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsfragen der Feuerwehren: Investitionen in Feuerwehrgerätehäuser und Fahrzeuge, Führung im Ehrenamt und das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt sowie Unterstützungsangebote bei besonderen Herausforderungen.
Für uns war gerade diese Verbindung wichtig. Denn eine leistungsfähige Feuerwehr entsteht nicht allein durch Fahrzeuge, Gebäude und Technik. Sie braucht ebenso funktionierende Führung, klare Verantwortlichkeiten, tragfähige Zusammenarbeit und Menschen, die langfristig bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn zwei Arbeitsrealitäten aufeinandertreffen
Hermann Zengeler war zur Podiumsdiskussion „Führen im Ehrenamt; Haupt- und Ehrenamt nebeneinander in der Feuerwehr – Herausforderungen und Hilfe“ eingeladen.
Dabei ging es unter anderem um die Frage, warum gerade an der Schnittstelle zwischen Haupt- und Ehrenamt Spannungen entstehen können.
Eine zentrale Erkenntnis aus unserer Arbeit mit Feuerwehren:
Oft arbeiten nicht „schwierige Menschen“ gegeneinander. Vielmehr treffen unterschiedliche Arbeits- und Lebensrealitäten aufeinander, ohne dass Erwartungen und Zusammenarbeit ausreichend geklärt wurden.
Hauptamtliche Kräfte haben andere zeitliche Möglichkeiten, Informationswege und organisatorische Rahmenbedingungen als Menschen, die ihre Feuerwehrarbeit neben Beruf, Familie und Alltag leisten. Daraus können unterschiedliche Erwartungen an Verfügbarkeit, Entscheidungen und Verbindlichkeit entstehen.
Die Grundprinzipien guter Führung verändern sich deshalb nicht: Klarheit, Respekt, Verantwortung, Verlässlichkeit und Kommunikation. Ihre konkrete Umsetzung muss jedoch die Realität freiwilligen Engagements berücksichtigen.
Freiwilligkeit bedeutet nicht Beliebigkeit. Professionelle Führung bedeutet aber ebenso wenig, Hauptamtslogiken eins zu eins auf das Ehrenamt zu übertragen.
Aus Gesprächen werden konkrete nächste Schritte
Fast genauso wichtig wie die Podiumsdiskussion waren für uns die Gespräche rund um den Fachtag.
Im Austausch mit Führungskräften aus Feuerwehren, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren Verantwortlichen ging es um ganz konkrete Situationen vor Ort: Führung und Verantwortungsverteilung, Zusammenarbeit, Motivation und Bindung, Konflikte und die Frage, wie Feuerwehren mit Situationen umgehen können, die sich intern immer weiter festfahren.
Aus mehreren dieser Begegnungen sind konkrete Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche entstanden.
Und genau darin liegt für uns ein wesentlicher Wert solcher Veranstaltungen: Nicht nur über Herausforderungen zu sprechen, sondern dort genauer hinzusehen, wo Feuerwehren konkret Unterstützung brauchen.
Nicht jedes vermeintliche Personenproblem ist eines
Konflikte innerhalb einer Feuerwehr werden schnell einzelnen Menschen zugeschrieben. Doch dahinter können ganz andere Ursachen liegen: unklare Verantwortlichkeiten, widersprüchliche Erwartungen, unterschiedliche Entscheidungswege, informelle Machtstrukturen oder Aufgaben, die dauerhaft an denselben wenigen Personen hängen.
Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn ähnliche Konflikte trotz wechselnder Personen immer wieder auftreten.
Dann lohnt sich der Blick auf die Organisation selbst.
Das gilt ebenso, wenn Motivation und Engagement zurückgehen. Sind Aufgaben dauerhaft ungleich verteilt? Fehlt Beteiligung? Bleiben Konflikte ungelöst? Hängt zu viel Verantwortung an einzelnen Personen?
Deshalb gilt für unsere Arbeit:
Erst verstehen, was tatsächlich passiert. Dann über Maßnahmen entscheiden.
Verstehen. Stärken. Lösen.
Brand Punkt arbeitet an der organisationalen Seite von Feuerwehr und BOS , eben dort, wo es um Führung, Rollen und Verantwortung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Motivation, Bindung und Konfliktdynamiken geht.
Dabei folgen wir einem einfachen Grundsatz:
VERSTEHEN → Situation analysieren und Ursachen einordnen
STÄRKEN → Kompetenzen entwickeln und Herausforderungen frühzeitig bearbeiten
LÖSEN → konkrete Probleme und festgefahrene Situationen bearbeiten
Gerade bei komplexen Situationen beginnen wir deshalb nicht mit der Frage „welchen Workshop brauchen Sie?“, sondern „was passiert bei Ihnen eigentlich gerade?“
Gibt es eine Situation in Ihrer Feuerwehr, die Sie schon länger beschäftigt?
30 MINUTEN · KOSTENFREI · UNVERBINDLICH
Strategisches Analysegespäch mit Hermann Zengeler
Wenn Konflikte wiederkehren, Verantwortung dauerhaft an wenigen Personen hängt, Motivation verloren geht oder Haupt- und Ehrenamt nicht gut miteinander funktionieren, lohnt sich zunächst eine saubere Einordnung.
In einem ersten Analysegespräch mit Hermann Zengeler betrachten wir gemeinsam Ihre Situation und klären, welcher nächste Schritt sinnvoll sein kann.
Wir bedanken uns beim Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V. für die Einladung und bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die offenen und konstruktiven Gespräche.

